Starke Interessenvertretung zeigt Wirkung: Stopp der Entlastungsprämie korrigiert Fehlentwicklung
19. Mai 2026
Die Entscheidung des Bundesrats, der sogenannten Entlastungsprämie nicht zuzustimmen, ist aus Sicht der Handwerkskammer Erfurt ein wichtiges Signal. Sie zeigt, dass klare Positionen, beharrliche Interessenvertretung und eine starke Kammerorganisation Wirkung entfalten.
Bereits im April hatte die Handwerkskammer Erfurt vor den Folgen der geplanten Maßnahme gewarnt. Viele Handwerksbetriebe würden ihre Beschäftigten zwar gern zusätzlich entlasten. Die wirtschaftliche Realität lässt das jedoch vielfach nicht zu. Hohe Energie-, Material- und Personalkosten, eine schwache Konjunktur sowie wachsende Bürokratielasten engen die Spielräume vieler kleiner und mittlerer Betriebe stark ein.
Deshalb hatte sich die Handwerkskammer Erfurt frühzeitig an die Landespolitik gewandt und gefordert, im Bundesrat gegen die geplante Entlastungsprämie zu stimmen. Die zentrale Botschaft war klar: Die Frage ist nicht, ob Betriebe eine solche Prämie zahlen wollen – sondern ob sie sie überhaupt zahlen können.
Mit der ausgebliebenen Zustimmung im Bundesrat wurde aus Sicht der Handwerksorganisation eine Fehlentwicklung korrigiert. Es wäre das falsche Signal gewesen, ausgerechnet jene Betriebe zusätzlich unter Druck zu setzen, die selbst seit Monaten erheblich belastet sind. „Die Entwicklung zeigt: Wenn wir als Kammerorganisation die Stimme der Betriebe klar und geschlossen erheben, können wir politisch viel bewirken. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die berechtigten Einwände des Handwerks gehört wurden“, sagt Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt.
Aus Sicht der Handwerkskammer Erfurt braucht es jetzt keine neuen Symboldebatten, sondern echte Entlastungen mit Breitenwirkung: verlässliche Energiepreise, weniger Bürokratie, sinkende Lohnzusatzkosten und steuerliche Reformen, die auch Personenunternehmen in den Blick nehmen.