Finale Gesichter des Handwerks Schlagwort(e): lth
Michael Reichel / arifoto.de
Sandra Jacobs und Steffen Mautschke freuen sich über den Sieg der "Gesichter des Handwerks"

"Wir sind die neuen Gesichter des Handwerks"

Sandra Jacobs und Steffen Mautschke vertreten das Thüringer Junghandwerk

06. September 2021

Die „Gesichter des Handwerks“ sind gekürt. In einem spannenden Finale setzten sich Malermeisterin Sandra Jacobs (33) aus Langenhain und Zimmerer Steffen Mautschke (37) aus Silkerode gegen zehn weitere Kandidaten durch. Ab sofort dürfen Sie das Thüringer Junghandwerk für ein Jahr vertreten. Im Interview sprechen sie über ihre Eindrücke des Finales und ihre Ziele als „Gesichter des Handwerks“.

Frau Jacobs, das Finale des diesjährigen Wettbewerbs „Gesichter des Handwerks“ ist Anfang September über die Bühne gegangen. Haben Sie den Sieg schon realisiert?

Sandra Jacobs: Langsam, aber sicher legt sich die Aufregung vom Finale und ich komme wieder zu mir (lacht). Der Moderator uns hat sehr angenehm durch die Wettbewerbsrunden geführt. Die Aufgaben waren fair und für alle gut umzusetzen.

Herr Mautschke, wie haben Sie das Finale erlebt?

Steffen Mautschke: Ich empfand den Wettbewerb als sehr locker, weil der Moderator mit uns allen in den Dialog getreten ist. Und ich freue mich über den Sieg, schließlich bin ich nicht hierher gekommen, um Zweiter zu werden. Nun bin ich gespannt auf die Zeit nach dem Finale – wo ich auftreten und für mein Handwerk werben kann.

Wie war Ihr Weg ins Handwerk?

Sandra Jacobs: Ich habe nach der Schule mit meiner Lehre begonnen. Anschließend habe ich ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt. 2013 habe ich meinen Meister abgeschlossen. Und drei Jahre später den Betrieb meines Vaters übernommen. Mein Team besteht aktuell aus neun Mitarbeitern und ich habe in diesem Jahr sogar einen Lehrling fertig ausgebildet. Ich würde alles immer wieder genauso machen!

Steffen Mautschke: Nach meinem Fachabitur im Bereich Technik habe ich eine Ausbildung zum Zimmerer durchlaufen und zwei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Danach habe ich mich für ein Studium im Bereich  Holzingenieurwesen entschieden, um danach im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Nach zwei Jahren habe ich allerdings festgestellt, dass mir die Arbeit als Zimmerer zuvor viel mehr Spaß gemacht hatte und habe mich selbstständig gemacht. Ich bilde auch selbst aus, habe seit 2015 den dritten Lehrling auf den Weg gebracht.  

Gemeinsam werden Sie das Thüringer Junghandwerk vertreten. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Steffen Mautschke: Ich finde es schön, selbst etwas zu schaffen mit den eigenen Händen und der Nachwelt etwas „zum Anfassen“ zu hinterlassen, sei es ein Stückwerk oder ein Gebäude. Das weiterzugeben besitzt mehr Wert als manche andere Berufe. Ich würde mir wünschen, meinen Handwerksberuf in einer Schule vorstellen zu dürfen.

Sandra Jacobs: Ich möchte jungen Menschen vermitteln, dass es nichts Schlimmes ist, wenn man sich die Hände schmutzig macht. Sondern dass es etwas Schönes ist, wenn man mit den Händen arbeitet. Ein Handwerksprodukt oder eine Dienstleisutng ist immer ein Unikat, immer einmalig, und dennoch vielfältig und flexibel.



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Die zwölf Finalisten mussten sich und ihre Berufe ins beste Licht rücken und in kreativen Spielen überzeugen.