Steffen Schildhauer, Thomas Malcherek, Stefan Lobenstein und Nicolai Ströhl (v.l.n.r.) berichten darüber, wie das regionale Handwerk Nachhaltigkeit lebt.
Steffen Schildhauer, Thomas Malcherek, Stefan Lobenstein und Nicolai Ströhl (v.l.n.r.) berichten darüber, wie das regionale Handwerk Nachhaltigkeit lebt.

Umweltbewusst und ressourcenschonend: Das Handwerk lebt Nachhaltigkeit

11.01.2022

Spätestens seit dem Wechsel der Bundesregierung ist Nachhaltigkeit in aller Mund, das Handwerk in Nord- und Mittelthüringen füllt den Begriff jedoch schon lange mit Leben. „Nachhaltigkeit gelingt nur mit dem Handwerk und mit hoher Professionalität. Schließlich sind es die Handwerker und Handwerkerinnen, die Häuser dämmen, altersgerechte Bäder bauen und sowohl Ladesäulen für E-Autos als auch Solardächer installieren“, betonte der Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Stefan Lobenstein, bei der gestrigen Pressekonferenz.

Unter dem Motto „Energiewende, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung: Das regionale Handwerk lebt Nachhaltigkeit“ rückten Stefan Lobenstein, und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, Thomas Malcherek, die Herausforderungen der Zeit, die es neben der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu bewältigen gilt, in den Mittelpunkt. Zwei Betriebe aus dem Kammerbezirk, der Taschenhersteller „twh Weimar“ mit Inhaber Nicolai Ströhl sowie die Wäscherei Schildhauer aus Bad Tennstedt mit Geschäftsführer Steffen Schildhauer, gaben spannende Einblicke in die Praxis und berichteten von ihren Schritten zum nachhaltigen Unternehmen.

Wie die beiden Unternehmen, die Teil der Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen sind, setzen viele der rund 14.000 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk auf Umweltbewusstsein und Ressourcenschonung – und zwar nicht erst seitdem der Begriff in der Politik en vogue ist und durch Talkshows geistert.

Damit Nachhaltigkeit zukunftsfähig sein kann, muss die Politik die Weichen stellen. „Wir wollen und müssen grüner denken und handeln. Hier sehen wir die neue Bundesregierung, aber auch die Landesregierung in Thüringen in der Pflicht“, sagte Stefan Lobenstein. Zu Jahresbeginn sendet die Interessensvertretung der Handwerksbetriebe deshalb fünf Forderungen in den Bundes- und Landtag und die Gremien.

Sie drängt auf

  1. die Förderung regionaler Lieferketten,
  2. den sorgsamen Umgang mit Ressourcen,
  3. die Weiterentwicklung von Wasserstoff,
  4. die Förderung klimarelevanter Berufe und
  5. die nachhaltige Fachkräftegewinnung.