Sie haben sich gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt - von der Innungs- über die Kammerebene hin zum Landessieg.
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Sie haben sich gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt - von der Innungs- über die Kammerebene hin zum Landessieg.

20 Landessieger kommen aus Nord- und Mittelthüringen

Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks

Auch wenn keine gebührende Feier stattfinden konnte: Siegerinnen und Sieger gibt es trotzdem. 42junge Nachwuchshandwerker aus Thüringen dürfen sich nun zu den besten Gesellen ihres Gewerks zählen. 20 von ihnen kommen aus dem Kammerbezirk Erfurt. Sie haben sich beim Praktischen Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks auf Landesebene durchgesetzt. „Das ist ein starkes Signal für die Ausbildung im Thüringer Handwerk“, lobt Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, die diesjährigen Sieger und ihre Ausbildungsbetriebe. „Fast die Hälfte ihrer Ausbildung haben sie unter Corona-Bedingungen in ihren Betrieben und Bildungsstätten absolviert. Mit Blick auf die sehr guten Ergebnisse haben sie sich jedoch nicht von diesen Turbulenzen beeindrucken lassen.“

Herzlichen Glückwunsch! Die Handwerkskammer Erfurt gratuliert allen Siegerinnen und Siegern auf Landesebene:

  • Augenoptiker: Anita Mende, Fielmann AG & Co. KG, Mühlhausen
  • Automobilkauffrau: Alina Alessandra Pohle, Auto-Flügel GmbH, Erfurt
  • Beton- und Stahlbetonbauer: Nick Wagner, Riedel Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Erfurt
  • Dachdecker: Tizian Blache, Steven Schönheit Dachdeckermeister GmbH, Rodeberg
  • Elektroniker/ Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik: Philip Wußt, Betrieb Thomas Wußt, Weimar
  • Elektroniker/ Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik: Tim Ladenberger, Michael Becker Sicherheitstechnik GmbH, Bad Langensalza
  • Fahrzeuglackierer: Richard Justin Regel, KaLaS Karosserie- und Lackierservice GmbH & Co. KG, Erfurt
  • Goldschmiedin: Ulrike Niewiadoma, Berieb Kerstin Damm, Gotha
  • Hörakustikerin: Julia Hoppe, Sonova Retail Deutschland GmbH, Erfurt
  • Kraftfahrzeugmechatroniker: Richard Jung, pitstop.de GmbH, Erfurt
  • Maurer: Marcel Gesterling, GUDAT- Bau GmbH, Kirchgandern
  • Mechatroniker für Kältetechnik: Tom Louis Thörmer, Lothar Kunze GmbH & Co. KG Kälte- und Klimaanlagen, Friedrichroda OT Finsterbergen
  • Orthopädietechnik-Mechaniker: Anne Röder, BOS Orthopädische Werkstätten GmbH, Erfurt
  • Raumausstatter: Theresa Schönheit, TTM Tapeten-Teppichboden-Markt GmbH, Leinefelde-Worbis
  • Sattler/ Fachrichtung Reitsportsattlerei: Lucy  Hopf, René Spieler, Oettern
  • Schneidwerkzeugmechanikerin: Melanie Müller, STM-Hartmetallwerkzeuge GmbH & Co. KG, Schirmberg
  • Steinmetz und Steinbildhauer/ Fachrichtung Steinmetzarbeiten: Lukas Blamberg, Bestattungsinstitut Gotha GmbH, Gotha
  • Straßenbauer: Max Sondermann, Egon Müller und  Tobias Müller GbR, Heiligenstadt
  • Technischer Modellbauer, Fachrichtung Gießerei: Jennifer Kalusa, Weimar Guß-Vertrieb, Modell- und Formenbau GmbH, Weimar
  • Zahntechnikerin: Klara Brinckmann, Elisabeth Roth, Schönau

 „Was Sie mit Ihren Händen, mit Ihrer Kreativität geschaffen haben, das ist außergewöhnlich, das ist herausragend, das ist spitze! Sie haben gewonnen. Und das nicht durch Glück, sondern durch Leistung!“, ehrte Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer Handwerkstag e.V. die Handwerkerjugend. Darüber hinaus hätten die jungen Frauen und Männer noch viel mehr unter Beweis gestellt: Mit Blick auf ihre Ergebnisse ließen sie sich nicht von den Corona-bedingten Turbulenzen während ihrer Ausbildung beeindrucken, insbesondere die seit 2020 andauernden Einschränkungen in ihren Ausbildungsbetrieben und Bildungsstätten. Zu den Gratulanten zählte auch Carsten Feller, Staatssekretär für Wissenschaft und Hochschulen im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. „Bewahren Sie sich ihre Zielstrebigkeit, die Sie beim Wettbewerb bewiesen haben. Wir haben große Themen vor uns: Betriebsübergaben, Digitalisierung und Energiewende“, sprach er zu dem Handwerkernachwuchs.

 Von den insgesamt 42 Landessiegern kommen 20 aus dem Kammerbezirk Erfurt, 11 aus dem Kammerbezirk für Ostthüringen und 11 aus dem Kammerbezirk Südthüringen. An sie appellierten die Vertreter des Thüringer Handwerks, fortan die zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten intensiv zu nutzen. „Sei es ein Meistertitel, eine erfolgreiche Selbstständigkeit oder durch Engagement im Ehrenamt. Wir werden uns mit Ihnen auch über Ihre nächsten und übernächsten Erfolge freuen“, war man sich einig.

 Wettbewerb spiegelt auch die Leistungen der Ausbildungsbetriebe wider

Aufgrund der Pandemie-Situation fand der Leistungswettbewerb unter besonderen Rahmenbedingungen statt. Dort, wo es möglich war, wurden praktische Wettbewerbe durchgeführt. In anderen Gewerken stellte man die Sieger durch den direkten Notenvergleich fest. „Wir sind erleichtert, dass der Leistungswettbewerb ausgeführt werden konnte. Denn er ist nicht nur für die jungen Gesellen selbst, sondern auch für ihre Ausbildungsbetriebe ein Ausdruck handwerklicher Leistungen“, sagt Stefan Lobenstein. Gemäß dem aktuellen Motto der Imagekampagne „Wir wissen, was wir tun“ sei es in wirtschaftlich angespannten Zeiten besonders wichtig, die Leistungen des regionalen Handwerks hervorzuheben.

Doch noch hat der Wettstreit für die erfolgreichen Junghandwerker kein Ende. Nachdem der Ausscheid auf Landesebene abgeschlossen ist, qualifizieren sich die Bestplatzierten automatisch für den Bundeswettbewerb. Die Wettbewerbe sollen in den kommenden Tagen unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. „Wir drücken fest die Daumen, dass es gelingt, den ein oder anderen Bundessieg in den Kammerbezirk zu holen“, so Lobenstein.

Europas größter Berufswettbewerb

Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ist Europas größter Berufswettbewerb. Er funktioniert wie ein sportlicher Wettkampf. Zuerst messen sich die Teilnehmer – begabte Handwerker, die das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten haben – auf Innungsebene mit den Kollegen ihres Gewerkes. Die Sieger können sich über die Kammer- und Landesebene bis hin zum Bundeswettbewerb qualifizieren. Neben der Altersgrenze bestehen zwei weitere Teilnahmevoraussetzungen: Die Gesellen müssen ihre Abschlussprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt und dabei im praktischen Teil mindestens die Note „gut“ erreicht haben.

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