Umsatzsteuer - Aktualisiertes Merkblatt für Metalllieferungen

Wesentliche Inhalte:

Der deutsche Gesetzgeber hat eine Neuregelung bei der Umsatzbesteuerung von Metalllieferungen eingeführt: Ab dem 1. Oktober 2014 schuldet nicht mehr der Lieferer die Umsatzsteuer für eine Lieferung bestimmter Metallprodukte, sondern der unternehmerische Abnehmer (sog. Reverse-Charge-Verfahren, § 13b Abs. 2 Nr. 11 Umsatzsteuergesetz – UStG). Das gilt für alle Lieferungen, die ab dem 1. Oktober 2014 ausgeführt werden. Durch dieses Verfahren soll Umsatzsteuerbetrug im Handel mit Metallen verhindert werden.
Die Finanzverwaltung gewährt eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2015 für die Anwendung der Neuregelung, damit die Unternehmen Zeit haben, sich an die Neuregelung anzupassen. Voraussetzung ist die Einigung der Vertragsparteien über die Anwendung der Übergangsregelung und die zutreffende Versteuerung durch den Lieferer.

Die Neuregelung gilt für Lieferungen,

  • für die das Entgelt (im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs) mindestens 5.000 Euro beträgt; nachträgliche Minderungen des Entgelts bleiben dabei unberücksichtigt,
  • die reine Lieferungen von Gegenständen (ohne Einbau/Montage) sind,
  • die innerhalb Deutschlands erbracht werden und
  • an unternehmerische Abnehmer erfolgen, auch wenn die Waren für den privaten Bereich bezogen werden.

Der ZDH stellt zu den seit 1.Januar 2015 geltenden umsatzsteuerlichen Änderungen bei Metalllieferungen ein aktualisiertes Merkblatt zur Verfügung.

Informationsquellen:

http://www.zdh.de/fileadmin/user_upload/themen/Steuer/Umsatzsteuer/Merkblatt_USt_Metalle_01-01-15.pdf

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