Thüringer Langzeit-Wärmespeicher auf Salz-Basis - Teilnehmer für Pilotprojekt gesucht!

Eine praktikable Möglichkeit der Langzeitspeicherung von Wärme ist deren physikalische Speicherung in Salzen. Diese wird dabei verlustfrei und reversibel beim Aufschmelzprozess in der Sole des Salzes eingelagert und bei der Kristallisation aus der wässrigen Lösung freigesetzt. Die Prozesse des Aufschmelzens und Erstarrens sind beliebig oft wiederholbar, wobei die erforderliche Schmelztemperatur durch die eingesetzten Salze bestimmt wird. Anders als die sensible Wärme, die genau wie bei anderen Wärmespeichern auch als Wärmeverluste an die Umgebung verloren geht, bleibt die latente Wärme bis zur gezielten Auslösung des Erstarrungsprozesses erhalten und wird erst dann wieder als Wärmeenergie nutzbar.

Ein Unternehmen aus Thüringen setzt nun diese Technologie für Speicher in Heizungs- und Trinkwarmwasseranlagen ein. Kostengünstig vorhandene (Ab-)Wärme aus Solaranlagen, elektrisch geführten BHKWs oder technischen Prozessen wird dabei zeitlich versetzt bedarfsgerecht zur Nutzung bereitgestellt. Schwerpunkt ist hierbei vor allem die einfache Integration in die haustechnischen Anlagen und der komplette Einbau durch die Handwerker des Sanitär- und Heizungsgewerkes.

Um die Integration in die Anlagen besser abzustimmen und möglichst viele Daten aus dem täglichen, praktischen Betrieb der Anlagen zu gewinnen, werden jetzt in einem Pilotprojekt Trinkwarmwasserspeicher mit einem Messprogramm von der FH Schmalkalden begleitet. In diesem wird neben der Optimierung der einzelnen Anlage auch die Datenbasis für den Einsatz größerer Anlagen gewonnen. Vorteil für den Endkunden – neben der Nutzung wie ein herkömmlicher 150l Trinkwarmwasserspeicher kann der Salzspeicherteil das Warmwasser am Morgen noch vor Sonnenaufgang (Eintrag von Solarwärme) wieder zum Duschen aufheizen. Vorteil für den Handwerker – von Anfang an bei dieser neuen Technologie dabei, besondere Betreuung in der Pilotphase durch den Hersteller sowie Nutzung der Informationen aus dem Messprogramm. Vorteil für den Hersteller – Gewinnung der praktischen Betriebsdaten. Selbstredend verbleibt der Speicher nach Ende des Messprogramms in der Kundenanlage bestehen und steht weiterhin zur Nutzung zur Verfügung. Interessenten zur Teilnahme am Pilotprojekt sind aufgerufen sich zu melden.

Weitere Informationen zur Technologie sowie zur Teilnahme am Pilotprojekt erhalten Sie beim Forum Handwerk am 1. Juli 2015 im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Erfurt.

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Tino Hoffmann

Beauftragte/r für Innovation und Technologie

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