Neues Förderprogramm "Digitalbonus Thüringen"

Erstmals Förderung digitaler Hard- und Software

Förderprogramme sind ein etabliertes Mittel und gehören zum Finanzmix vieler Unternehmen. Bundes- und Landesregierungen nehmen damit aktiv Einfluss auf die Entwicklung von Unternehmen und Regionen. Gerade wenn es um den Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen geht, können Unternehmen durch die Inanspruchnahme von Förderprogrammen ihr finanzielles Risiko minimieren. Um kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung und der damit verbundenen Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) zu unterstützen, startet am 15. Juli das neue Förderprogramm „Digitalbonus Thüringen“.



Förderung für Hard- und Software

„Die Digitalisierung beeinflusst praktisch alle Lebensbereiche. Wie wettbewerbsfähig Thüringen in Zukunft sein wird, hängt entscheidend davon ab, wie gut sich Unternehmen auf diese Veränderungen einstellen und sie zu nutzen wissen“, so Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

Mit dem „Digitalbonus Thüringen“ werden Ausgaben für IuK-Technologien, Soft- und Hardware zur Digitalisierung von Betriebsprozessen, Produkten und Dienstleistungen sowie zur Einführung oder Verbesserung von Informations- und Datensicherheitslösungen. Dazu zählen beispielsweise auch digitale Hilfsmittel wie Datenbrillen und 3D-Drucker oder Cloudtechnologien. Damit ist der „Digitalbonus Thüringen“ das erste Förderprogramm in Thüringen, bei dem Hard- und Software bezuschusst wird. In der Vergangenheit wurden bisher nur Beratungsleistungen gefördert. Die Fördergelder können kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (insbesondere aus dem verarbeitenden Gewerbe, unternehmensnahe Dienstleistungen, Baugewerbe, Handwerk und Handel) sowie wirtschaftsnahe Freiberufler beantragen.



1,5 Millionen Euro für zwei Jahre

Die Unternehmen können Bezuschussungen für bis zu 50 Prozent ihrer Ausgaben beantragen. Die förderfähigen Ausgaben müssen mindestens 5.000 Euro betragen und dürfen 150.000 Euro nicht übersteigen. Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen sein und muss innerhalb von 12 Monaten durchgeführt werden. Zusätzlich muss die Gesamtfinanzierung gesichert sein. Da es sich um eine Bezuschussung handelt, müssen die Unternehmen die Gelder nicht zurückzahlen. In den Jahren 2018 und 2019 stellt das Land Thüringen dafür 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Mit diesem Programm möchten wir den Thüringer Mittelstand dazu animieren, auf digitale Prozesse umzustellen, was gerade für Handwerk und Gewerbe oft eine große Herausforderung ist“, betonte der Minister. Das Wirtschaftsministerium werde nun zunächst abwarten, wie das Programm angenommen wird und bei Bedarf versuchen, im laufenden Haushalt zusätzliche Mittel bereitzustellen.

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Tino Hoffmann

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