NEUE PFLICHTEN für Chefs

Mit der Ende 2016 beschlossenen novellierten Arbeitsstättenverordnung will die Bundesregierung die Vorschriften zu Sicherheit und Schutz der Mitarbeiter in Büros, Werkhallen und Baustellen praxisrelevanter gestalten und an neue Arbeitsformen anpassen.

So wurde etwa in der Vergangenheit häufig der fehlinterpretierte Begriff Telearbeit neu definiert. Telearbeitsplätze sind vom Arbeitgeber für einen festgelegten Zeitraum eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten, das mobile Arbeiten im Zug oder unterwegs fällt nicht unter die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung. Nach der am 3. Dezember 2016 in Kraft getretenen Novellierung müssen Chefs bei der Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen berücksichtigen und etwa auf Beeinträchtigungen der Beschäftigten durch störende Geräusche oder Lärm, ungeeignete Beleuchtung oder ergonomische Mängel am Arbeitsplatz hinweisen. Im Rahmen der Arbeitsschutz-Unterweisungen ist jetzt festgelegt, über welche Gefahren der Arbeitgeber informieren muss, zum Pflichtprogramm zählen Hinweise zu Brandschutzmaßnahmen, Erste Hilfe, Fluchtwegen und Notausgängen./me

Quelle: handwerk magazin, Ausgabe 02/2017