Gebäudeenergiegesetz gescheitert

Wer heute plant und baut, muss die Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie das Erneuerbare-Energien-WärmeGesetz (EEWärmeG) berücksichtigen. Ab 2018 sollte es nun ein GebäudeEnergieGesetz (GEG) geben, in dem die beiden noch parallel laufenden Regeln für Gebäude zusammenführt werden. Mit dem GEG sollte der Niedrigstenergie-Gebäudestandard für öffentliche Neubauten einführt werden. Diese Vereinfachung des Ordnungsrechts für Gebäude hätte vielen Planern und Handwerkern geholfen.

„Mit dem Gesetz hätten wir bezahlbares Bauen und Klimaschutz im Gebäudebereich miteinander in Einklang gebracht und die Vorbildfunktion des Bundes unterstrichen“, so Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks gegenüber dem Tagesspiegel.

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) zum Scheitern des Gebäudeenergiegesetzes: „Wir bedauern sehr, dass der Koalitionsausschuss sich nicht auf einen Kompromiss zum neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) verständigen konnte und dieses Vorhaben damit für diese Legislaturperiode gescheitert ist. Das ist in mehrfacher Hinsicht ein erheblicher Rückschlag für die Energiewende im Gebäudesektor.“ Kuhlmann weiter: „Nach der steuerlichen Förderung für die energetische Gebäudesanierung ist nun ein zweites wichtiges Vorhaben für die Energiewende im Gebäudesektor im politischen Prozess gescheitert. Das zeigt, dass die Politik die Schlüsselfunktion des Gebäudesektors für die Energiewende offenbar immer noch nicht ausreichend versteht.“



Quelle: https://www.dena.de/newsroom/meldungen/2017/gescheitertes-gebaeudeenergiegesetz/

Sandra Röder

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