Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz

Transporte im Handwerk

Seit September 2009 unterliegen Handwerksbetriebe, die Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 Tonnen einsetzen, den Bestimmungen des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes (BKrFQG) und den damit zusammenhängenden Grund- und Weiterqualifikationspflichten. Im Zuge der Umsetzung einer europäischen Richtlinie wurde das Gesetz zum 1. Juli 2013 geändert.

Betroffen sind Fahrer, die Werk-, Güterkraft- oder Personenverkehr auf öffentlichen Straßen durchführen. Für unsere Handwerksbetriebe gilt es zu beachten, dass das Gesetz eine Ausnahmeregelung für Handwerker (Handwerkerregelung) enthält.

Demnach findet das BKrFQG keine Anwendung auf Kraftfahrzeuge zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, welche der Fahrer zur Ausübung des Berufes verwendet, sofern es sich beim Führen des Kraftfahrzeuges nicht um eine Hauptbeschäftigung handelt.

Die gesetzlich geregelte Grundqualifikation bzw. die Weiterbildung ist nur unter zwei Voraussetzungen nachzuweisen:

  1. Es muss sich um eine zur Erbringung von Dienst- und Werkleistung notwendige Beförderung von Werkzeugen, Ersatzteilen, Bau- und Einkaufsmaterialien, Werkstoffen, Geräten, sonstigem Zubehör sowie den An- und Abtransport von Waren und Geräten, die im Handwerksbetrieb hergestellt oder repariert werden, handeln. Dazu zählt auch der Transport von einzubauenden Produkten (z. B. Türen).
  2. Das Führen des LKWs oder des Busses darf nicht die Haupttätigkeit des Fahrers, sondern nur eine arbeitsvertragliche Nebenleistung darstellen. Das bedeutet, dass die Fahrtätigkeit nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Fahrer hat zwar keine Nachweise mit sich zu führen. Dennoch wird empfohlen, dem Fahrer eine Kopie des Arbeitsvertrages oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers mitzugeben.

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.zdh.de/themen/wirtschaft-energie-umwelt/verkehr/berufskraftfahrerqualifikationsgesetz.html